Feuerwehr Schlaitdorf

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24-Stunden-Übung

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Am 22. Mai 2009 war es wieder soweit, die inzwischen 4. 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr stand auf dem Dienstplan. Gegen 18.30 Uhr versammelten sich die Nachwuchskräfte im Gerätehaus in Schlaitdorf und wurden auf die beiden Fahrzeuge eingeteilt, der Dienstplan für diese Schicht aufgehängt und einige organisatorischen Dingen wie z.B. Spüldienst besprochen.

Der erste Einsatz lies nicht lange auf sich warten, über den Hausalarm wurde das MTW zu einem Wasserschaden in die Häslacherstrasse gerufen. Nach kürzester Zeit rückte das Fahrzeug mit dem Hochwasseranhänger ab und die Jugendlichen meisterten ihre erste Aufgabe mit Bravour. Das neue an dieser 24-Stunden-Übung war, dass die Gruppenführer aus den Reihen der Jugendfeuerwehr selbst stammten, ein aktiver Betreuer stand aber immer mit Rat und Tat zur Seite.

Die Zeit bis zum Abendessen verging rasch und nachdem wir uns mit XXL-Würsten gestärkt hatten, stand Freizeit auf dem Dienstplan. Alle verteilten sich im Gebäude, die einen waren mit lesen beschäftigt, einige mit DVD schauen oder "zocken". Gegen 21.30 Uhr kam in der Zentrale der nächste Notruf an, im Bereich des Sportheims sollte eine große Wiesenfläche in Flammen stehen. Es wurden vom Disponenten daher beide Löschgruppen in Marsch gesetzt, mit Blaulicht und Horn gings zur Einsatzstelle. Nach Erkundung durch den Einsatzleiter Sami wurde festgestellt, dass es sich um dort gelagertes Holz handelt, dass aus unbekannten Gründen in Flammen stand, ein Trupp wurde zur Brandbekämpfung entsand, weitere zur Verkehrssicherung bzw Aufbau einer Wasserversorgung. 

Die Nacht war was das Einsatzaufkommen anging ruhig, aber viel geschlafen haben alle nicht. Um 7.30 Uhr wurde die Mannschaft geweckt und es gab ein gemeinsames Frühstpück in der Fahrzeughalle. Kaum war aufgeräumt, schrillte erneut der Alarm, es ging zum Gewann Schlösslesäcker, dort hatte die Bundeswehr nach einem Übungsflug in der Nacht Behälter verloren, die wir finden mussten. Der Einsatzleiter hatte seine Truppe im  Griff, nach einer kurzen Suche wurden beide Behälter gefunden und an den Eigentümer übergeben.

Da nach der Praxis die Theorie folgt, gab es nun einiges an Unterricht, Notruf, Erste Hilfe und Fahrzeugkunde, unterbrochen allerdings von einem Löscheinsatz für das LF 8/6, im Bereich der Kreuzung Talstrasse/Weinbergstrasse hatte eine Hecke Feuer gefangen, schnell und routiniert hatte man die Lage im Griff.

Da nur eins der beiden Schlaitdorfer Fahrzeuge mit technischen Mitteln ausgestattet ist, wurde die Mannschaft gegen 11.00 Uhr getauscht, dass jeder die Möglichkeit hatte, zu löschen oder ähnliche Aufgaben zu übernehmen.

Gerade wollten wir die Schnitzel in die Friteuse werfen, wurden wir zu einem Melderalarm in der Grundschule gerufen. Solche Einsätze sind in der Regel etwas länger, da der entsprechende Melder  kontrolliert werden muss, allerdings war in diesem Fall ein Mitarbeiter des Bauhofes vor Ort der dem Einsatzleiter mitteilte, dass es sich um einen Fehlalarm handelt und daher auch keine Tätigkeit für uns gegeben war.

Noch während des Mittagessens wurde das MTW zu einem Erste-Hilfe-Einsatz gerufen, eine Passantin war auf der Treppe neben der Kirche gestürtzt und musste bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes von den Jugendlichen versorgt und betreut werden. 

Zum größten Einsatz wurden wir gegen 13.50 Uhr gerufen, im Kindergarten in der Vogelsangstrasse war ein Brand ausgebrochen. Alle Kinder konnten das Gebäude aus eigener Kraft verlassen, allerdings war die Leiterin im Bereich des Foyes bewusstlos geworden und musste vom Angriffstrupp gerettet werden. Da nicht klar war, ob wir die Lage selbst in den Griff bekommen können, wurde die Jugendfeurwehr aus Altdorf zur Verstärkung gerufen, gemeinsam mit 3 Rohren konnte das Feuer dann in die Knie gezwungen werden. Nach einer kleinen Stärkung auf der Wache wurden unsere Helfer wieder nach Hause verabschiedet.

Der Aufgabenpunkt Löschangriff kam bei den heissen Temperaturen am Samstag gerade Recht, nach anfänglichem disziplinierten löschen setzen sich dann alle kräftig unter Wasser und hatten ein riesen Spass.

Die letzen beiden Einsätze waren nahezu gleichzeitg, das MTW wurde zu einer Ölspur in die Nürtingerstrasse gerufen, das LF 8/6 musste einen Landwirt der unter seinem Anhänger eingeklemmt war mit hydraulischen Rettungsgerät befreien.

Was die Jugendlichen nicht wussten, der Dienstplan enthielt die Aufgaben, die für die Leistungsspange des ersten Grades erfüllt sein müssen, daher konnte Jugendwart Jochen Reusch zu Dienstende allen diese Auszeichnung verleihen.

Vielen Dank an die zahlreichen Helfer,Brandstifter und Interessierten, speziell an unseren Bürgermeister Edelmann, der immer mit großer Begeisterung bei den Einsätzen anwesend ist.

Hier gehts zu den Bildern. (Bitte klicken)

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 17. August 2011 um 13:56 Uhr  

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