Auf vielfachen Wunsch veranstaltete die Jugendfeuerwehr Schlaitdorf in diesem Jahr wie im Jahr zuvor wieder eine 24 Stunden Übung, hierbei wurde eine Schicht der Berufsfeuerwehr simuliert. 11 Jungs und 1 Mädchen verbrachten 24 Stunden im Feuerwehrgerätehaus, in denen sowohl theoretische und praktische Übungen als auch Einsätze veranstaltet wurden.
Nachdem die Jugendlichen um 18 Uhr pünktlich angetreten waren, wurden zuerst die einzelnen Positionen auf den Fahrzeugen eingeteilt sowie das Nachtquartier im Obergeschoss bezogen. Um 18.45 Uhr wurde das Löschgruppenfahrzeug (LF) zum ersten Einsatz gerufen, da am Friedhof der Altkleidercontainer in Brand geraten war. Die Einsatzkräfte löschten den Brand mit dem Schnellangriff ab und konnten ein Übergreifen auf die Hecke verhindern.
Beim anschließenden Abendessen konnten sich die Nachwuchskräfte ordentlich stärken um die bevorstehenden Aufgaben zu bewältigen. Um 20 Uhr wurde die Einsatzabteilung sowie die Jugendfeuerwehr von unserem Kameraden Markus Ott(FFW Neckartailfingen) durch einen interessanten Vortrag zum Thema präklinische Traumaversorgung weitergebildet. Während des Vortrags wurde das Mannschaftsfahrzeug (MTW) zu einem Medizinischen Notfall in die Neckartenzlinger Str. gerufen. Hier war ein Jugendlicher gestürzt und hatte sich eine stark blutende Wunde am Bein zugezogen. Um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken, wurde der Patient fachmännisch versorgt und anschliessend mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht.
Die Nacht verlief für die Jugendfeuerwehr soweit ruhig. Gegen 5.07 Uhr meldete ein Autofahrer von der B 27 einen Brand am Grünschnittplatz. Nach der Lagererkundung stellte sich herraus, dass am Waldrand mehrere Bäume in Brand geraten waren. Das Feuer wurde rasch mit 2 Rohren bekämpft, so konnten beide Fahrzeuge bald wieder einrücken und Einige vor dem Frühstück noch ein paar Minuten schlafen.
Nach dem Frühstück begannen theoretische sowie praktische Übungen zu den Themen Absturzsicherung und technische Hilfeleistung. Die Übungen wurden durch zwei Einsätze unterbrochen. Um 9 Uhr musste von der MTW-Besatzung ein Schlüssel aus einem Schacht geborgen werden und um 10.15 Uhr wurden beide Fahrzeuge in die Weinbergstraße gerufen. Hier hatte ein unbekannter Verursacher Ladung verloren, diese wurde von den Kräften aufgenommen und mit dem MTW abtransportiert.
Nachdem um 11 Uhr die zwei Gruppen die Fahrzeuge getauscht hatten, wurde um kurz vor 12 Uhr das MTW zu einer Türnotöffung gerufen. In der Hauptstraße war beim Verlassen des Hauses einer Anwohnerin die Haustür zugefallen. Das Essen, das sich auf dem Herd befand, drohte einen Küchenbrand zu verursachen. Nach der Lageerkundung wurde vom Gruppenführer des MTW ein offenes Fenster im 1. Stock vorgefunden. Mit Hilfe einer Leiter des nachgeforderten LF konnte ein Trupp in die Wohnung eindringen und das Essen vom Herd nehmen und schlimmeres verhindern.
Nach dem Mittagessen wurde bei der theoretischen und praktischen Übung das Thema Schaum behandelt. Die Übung wurde von einer unklaren Lage am Hägaz unterbrochen. Das MTW fuhr die Einsatzstelle an und fand ein unbeaufsichtigtes Grillfeuer vor, das mit dem Feuerlöscher gelöscht wurde.
Um 15.35 Uhr wurde das LF vom Rettungsdienst zur Tragehilfe in einem Mehrfamilienhaus in der Aicher Str angefordert. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr entschied der Notarzt allerdings, dass der Verletzte nicht über das enge Treppenhaus des 2.OG, sondern über die Drehleiter der Feuerwehr Filderstadt gerettet werden musste. Daraufhin wurde das MTW alarmiert, welches die Drehleiter zur Einsatzstelle in der Aicher Str. führte. Die Drehleiter rettete mit Unterstützung des Angriffstrupps den Patienten und übergab sie schonend dem Rettungsdienst.
Die Kameraden aus Filderstadt ermöglichten es danach noch jedem Interessierten, die Aussicht über Schlaitdorf aus 30m Höhe zu genießen.
Die ereignisreichen Einsätze endeten um 17.15 Uhr mit einem Einsatz für das MTW. Am östlichen Ende der Vogelsangsraße hatten Unbekannte einen Deckel eines Schachtes entwendet. Der offen stehende Hydrant wurde bis zum Eintreffen des Bauhofmitarbeiters gesichert und anschließend durch den vom Bauhof gelieferten Deckel verschlossen. Nach 24 Stunden ging eine ereignisreiche Schicht zu Ende.
Wir bedanken uns bei den vielen Helfern, Brandstiftern und Zuschauern für die Unterstützung, sowie den verständnisvollen Anwohnern, die die kurzen Behinderungen verständnisvoll toleriert haben.
Weitere Bilder sind auf der Homepage der Feuerwehr Schlaitdorf unter www.feuerwehr-schlaitdorf.de zu sehen
112 – die Feuerwehr … weil wir es gerne tun!
Michael Schlecht
Stv. Jugendwart
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