11. Oktober, 15.00 Uhr in Schlaitdorf, Vollalarm über Meldeempfänger und Sirene für die Schlaitdorfer Feuerwehr, Brand im Alten Schulgebäude und evtl. noch Personen eingeschlossen, so lautete die Lage für die Verwaltungsverbandsübung in Schlaitdorf.
4 Minuten nach der Alarmierung eilte das erste Löschfahrzeug aus Schlaitdorf zur Einsatzstelle, parallel fuhren zwei weitere Löschfahrzeuge aus Neckartenzlingen sowie die Drehleiter aus Filderstadt die Schadensstelle an, wie bei einem realen Alarm.Nach der Erkundung durch den Gruppenführer Klaus Zizelmann stellte sich heraus, dass noch eine Person vermisst wurde worauf sofort zwei Trupps unter schwerem Atemschutz ins Gebäude zur Rettung vorgingen.
Da bei einem Atemschutzeinsatz die Vorschriften vorsehen, das ein so genannter Sicherungstrupp bereit stehen muss, wurden durch den Einsatzleiter Armin Vollmer umgehend die Kameraden aus Altenriet und die Wehr aus Altdorf zur Sicherstellung der Wasserversorgung nachalarmiert. Nach kurzer Suche konnte der Verletzte über die Drehleiter gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden.
Da sich in der Zwischenzeit das Feuer auf den Dachstuhl ausgebreitet hatte, wurde durch die Kräfte aus Neckartenzlingen eine Wasserversorgung vom Milchhaus zur Drehleiter hergestellt, ebenso wurden die umliegenden Gebäude durch eine Riegelstellung geschützt. Nach einem intensiven Löschangriff von außen und durch die Trupps im Inneren konnte das Feuer rasch gelöscht werden. Ein Schlaitdorfer Brandbekämpfer verletzte sich beim Rückzug aus dem Gebäude nach einem Sturz derart, dass er mit Hilfe der Kameraden aus Altenriet aus dem Gebäude gerettet werden musste.
Wahrscheinlich durch einen allzu neugierigen Gaffer ereignete sich beinahe parallel zum Brandeinsatz noch ein schwerer Verkehrsunfall am Ortseingang auf Höhe der Neckartenzlingerstrasse. Der Fahrer wurde in seinem Fahrzeug das auf dem Dach zu liegen kam eingeklemmt und musste von den Kameraden aus Bempflingen und Neckartailfingen aus seinem Fahrzeug befreit werden. Dank der schnellen und koordinierten Zusammenarbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst konnte dieser schnell ins Krankenhaus gebracht werden.
Somit war die Übung abgeschlossen und die Teilnehmer konnten ins Gerätehaus nach Schlaitdorf kommen um sich zu stärken. Dieses nahm unser Bürgermeister Dietmar Edelmann zum Anlass, sich bei den Teilnehmern zu bedanken, er zeigte sich erfreut und zufrieden mit der Leistung der Wehren und dankte dem Planungsstab für die Vorbereitung der Übung.
Die fachliche Manöverkritik übernahm der Kommandant der Feuerwehr Neckartenzlingen, Gerd Lohrmann. Er lobte die Umsetzung der Übung, da es an der Einsatzstelle zwei große Herausforderungen zu bewältigen gab: Zum einen die Enge an der Einsatzstelle, was eine bedachte Aufstellung der Fahrzeuge erforderte und der Drehleiter das Leben auch nicht gerade einfach machte und zum andern die schlechte Wasserversorgung, daher mussten Versorgungsleitungen von der Karlstrasse und vom Milchhaus gelegt werden, beides mal galt es die Hauptstrasse zu überqueren. Ein weiteres Lob gab er an alle mitwirkenden Kameraden ab, alles lief ruhig und bedacht ab, jeder wusste was er zu tun hatte.
Stolz über diese Kritik ließen sich alle das Vesper schmecken, nur die Kameraden aus Neckartenzlingen hatten keinen langen Aufenthalt, sie wurden vom Vesper weg zu einem echten Alarm gerufen.
112 – Ihre Feuerwehr! … weil wir es gerne tun!











